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Mit Lovable teure Tools ersetzen: wie ich in wenigen Tagen SaaS-Abos gekündigt habe

Lovable baut aus einem Chat-Prompt eine echte Web-App. Anhand von drei gebauten Projekten zeigt dieser Artikel, wann sich das lohnt, was es kostet und wo die Grenzen liegen.

LovableAutomation
Ein kleiner Roboter baut an einem leuchtenden Baukasten-Modell einer Web-App auf einer schwebenden Klippe vor einem Wolkenhimmel in der goldenen Stunde.

Viele interne Tools in kleinen Firmen sind eigentlich simpel: ein Formular, eine Datenbank, ein bisschen Logik dazwischen. Trotzdem zahlt man dafür oft mehrere hundert Franken SaaS-Gebühren im Jahr, und zwar pro Tool. Ich habe mit Lovable in den letzten Monaten drei solcher Tools selbst gebaut, live geschaltet und damit bestehende Abos gekündigt. In diesem Artikel zeige ich an echten Beispielen, wie das abläuft, was es kostet und ab wann es sich wirklich lohnt.

Transparenz: Der Lovable-Link in diesem Artikel ist mein persönlicher Empfehlungslink. Du zahlst dadurch nicht mehr, ich bekomme im Erfolgsfall ein Guthaben.

Was ist Lovable eigentlich?

Lovable ist ein KI-App-Builder. Man beschreibt im Chat, was die App tun soll, und bekommt eine tatsächlich lauffähige Web-App zurück: mit Datenbank, Login, Zahlungsanbindung und fertigem Deployment. Kein Klick-Prototyp also, sondern etwas, das man direkt produktiv nutzen kann. Im Hintergrund läuft echter React-Code auf einer Supabase-Datenbank, den man bei Bedarf auch selbst anfassen kann. Der Unterschied zu klassischen No-Code-Baukästen: Man ist nicht auf vorgefertigte Blöcke beschränkt, sondern bekommt Code, der sich wie normale Software erweitern lässt.

Genau das macht Lovable für einen bestimmten Fall interessant: Prozesse, die heute über ein teures SaaS-Tool laufen, obwohl der eigentliche Funktionsumfang überschaubar ist.

Drei Tools, die ich damit gebaut habe

Buchungstool für Schulungen

Bei KI Kompetent lief die Kursbuchung vorher über ein Standard-Buchungstool mit laufenden Lizenzkosten. Ich habe stattdessen ein eigenes Buchungstool gebaut, mit Umbuchungen, Stornierungen, automatischen Bestätigungs-Cronjobs, Stripe-Zahlung und direkter HubSpot-Anbindung. Buchungen landen sofort als Kontakt im CRM, ganz ohne manuellen Übertrag. Das Tool läuft seit 2025 live und spart rund CHF 500 im Jahr an Lizenzgebühren, bei mehr Funktionsumfang als vorher.

Zertifikats-Generator

Ebenfalls für KI Kompetent: Nach jedem Kursabschluss mussten die Teilnehmer-Zertifikate von Hand erstellt und verschickt werden. Der Zertifikats-Generator zieht die Teilnehmerdaten automatisch, erstellt personalisierte PDFs und verschickt sie direkt. Der Aufwand pro Kursdurchlauf ist damit um rund 90 % gesunken.

Funnel Builder

Bei Avarel Studios lief die Erstellung von Recruiting-Funnels vorher über Perspective, ein spezialisiertes und nicht gerade günstiges Tool. Der selbst gebaute Funnel Builder ersetzt das komplett: schnelle, gebrandete Recruiting-Funnels für die Lead-Generierung, vollständig im eigenen Design statt in einem fremden Template-System. Das spart aktuell rund CHF 3’000 im Jahr.

Alle drei Projekte mit weiteren Details stehen im Portfolio.

Wann lohnt sich der Ersatz eines bestehenden Tools?

Aus diesen drei Projekten lässt sich ein Muster ableiten. Ein bestehendes SaaS-Abo ist ein guter Kandidat für den Ersatz, wenn folgende Punkte zutreffen:

Der Funktionsumfang ist klar abgegrenzt, etwa ein Buchungsprozess, ein Zertifikats-Versand oder ein Funnel-Flow. Je enger der Scope, desto schneller ist eine eigene Version fertig und desto weniger Wartung bleibt am Ende hängen.

Die Lizenzkosten laufen wiederkehrend, obwohl nur ein Bruchteil der Funktionen wirklich genutzt wird. Viele SaaS-Tools verkaufen ein Gesamtpaket, im Alltag kommen aber oft nur zwei, drei Kernfunktionen zum Einsatz.

Eine Integration in bestehende Systeme fehlt oder ist nur umständlich möglich, zum Beispiel eine CRM-Anbindung oder Zahlungsabwicklung, die im SaaS-Tool gar nicht oder nur gegen Aufpreis vorgesehen ist.

Das Team will die Kontrolle über Daten und Prozess behalten, statt sie einem externen Tool zu überlassen, dessen Preise oder Funktionen sich jederzeit ändern können.

Nicht jeder Kandidat lohnt sich. Bei sehr komplexer Software mit vielen Drittanbieter-Integrationen, hohen Compliance-Anforderungen oder Skalierung auf sehr viele gleichzeitige Nutzer bleibt eine etablierte SaaS-Lösung oder eine klassisch entwickelte Anwendung meist die bessere Wahl. Lovable ersetzt keine Enterprise-Software. Aber einen erstaunlich grossen Teil der internen Tools, die in vielen Firmen unnötig teuer eingekauft werden, eben schon.

Was kostet Lovable?

Plan Preis Enthalten
Free 0 $/Monat Workspace-private Projekte, 5 lovable.app-Domains, 30 Build-Credits/Monat
Pro ab 25 $/Monat 100 Credits, Custom Domains, entfernbares Lovable-Badge, Rollen & Rechte
Business ab 50 $/Monat Alles aus Pro, Team-Workspace, internes Publish, SSO, Security Center
Enterprise Volumenbasiert Alles aus Business, SCIM, Audit Logs, dedizierter Support

Abgerechnet wird über Credits. Eine einfache Änderung wie “Button grau machen” kostet zum Beispiel rund 0,5 Credits, eine komplette Landingpage mit generierten Bildern etwa 1,7 Credits. Für ein einzelnes internes Tool reicht in der Regel der Pro-Plan völlig aus, gerade im Vergleich zu den jährlichen Lizenzkosten des ersetzten SaaS-Tools.

Mit Lovable starten (Empfehlungslink)

Wie geht man ein solches Projekt konkret an?

Aus den drei Projekten oben hat sich ein Ablauf herauskristallisiert, der zuverlässig funktioniert:

  1. Den bestehenden Prozess genau aufschreiben. Nicht das SaaS-Tool nachbauen, sondern den tatsächlichen Ablauf im Betrieb. Meistens nutzt man ohnehin nur einen Bruchteil dessen, was das gekaufte Tool eigentlich kann.
  2. Mit dem Kernfluss in Lovable starten. Die eine Sache, die täglich passiert, sei es Buchung, Zertifikat oder Funnel-Durchlauf, zuerst prompten und testen, bevor Nebenfunktionen dazukommen.
  3. Externe Anbindungen früh einplanen. Stripe, HubSpot und andere APIs lassen sich in Lovable anbinden, brauchen aber eigene Konfiguration wie API-Keys und Webhooks. Genau hier zahlt sich technisches Verständnis aus.
  4. Parallel betreiben, bis das neue Tool stabil läuft. Das alte SaaS-Abo erst kündigen, wenn das neue Tool einen vollen Zyklus, etwa einen ganzen Kursdurchlauf, sauber durchlaufen hat.
  5. Dann kündigen. Der eigentliche Spareffekt entsteht erst mit dem Abo-Ausstieg, nicht mit dem fertigen Tool.

Für wen sich das lohnt

Firmen mit mehreren kleinen, funktional begrenzten SaaS-Abos sind die naheliegendsten Kandidaten: Buchungstools, Formular-Generatoren, einfache Funnel- oder Landingpage-Baukästen. Je mehr solcher Abos parallel laufen, desto grösser der Effekt, wenn man sie nach und nach durch eigene, passgenaue Tools ersetzt statt Pauschalpakete zu bezahlen.

Willst du prüfen, ob sich das für ein Tool in deiner Firma lohnt, oder brauchst du ein Lovable-Projekt mit sauberer CRM- oder Zahlungsanbindung? Im Portfolio stehen weitere Beispiele mit konkreten Impact-Zahlen.

Häufige Fragen zu Lovable

Was ist Lovable.dev genau?

Lovable ist ein KI-gestützter App-Builder. Man beschreibt im Chat, was man bauen will, und bekommt eine echte Web-App zurück, inklusive Datenbank, Login und Deployment. Anders als bei klassischen No-Code-Baukästen entsteht dabei tatsächlicher, editierbarer Code auf Basis von React und Supabase, kein starres Blocksystem.

Was kostet Lovable?

Der Einstieg ist kostenlos: Workspace-private Projekte, 5 lovable.app-Domains, 30 Build-Credits im Monat. Pro startet bei 25 $ im Monat mit 100 Credits, eigenen Domains und entfernbarem Lovable-Badge. Business kostet 50 $ im Monat und richtet sich an Teams. Enterprise wird individuell nach Volumen bepreist.

Kann Lovable ein bestehendes SaaS-Tool wirklich ersetzen?

Für klar abgegrenzte, interne Prozesse wie ein Buchungstool, einen Zertifikats-Generator oder einen Recruiting-Funnel: ja, das zeigen die drei Projekte in diesem Artikel. Bei komplexer Software mit vielen Drittanbieter-Integrationen, hohen Compliance-Anforderungen oder sehr grosser Skalierung bleibt eine etablierte SaaS-Lösung meist die bessere Wahl.

Braucht man Programmierkenntnisse für Lovable?

Für den Start nicht. Die ersten Versionen entstehen per Chat-Prompt. Sobald Zahlungs-Integrationen, CRM-Anbindungen oder Cronjobs dazukommen, hilft es aber, den generierten Code zu verstehen und selbst nachzusteuern statt nur weiter zu prompten.

Gehört mir der Code, den Lovable generiert?

Ja. Laut Lovables eigenen Angaben gehören Code, Apps und generierte Assets vollständig dem Nutzer, mit dem üblichen Vorbehalt gegenüber Rechten Dritter an den zugrunde liegenden KI-Modellen.

Vom Lesen ins Machen

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